Corona: Kreis im roten Bereich – Das sollen die Konsequenzen sein

Corona: Kreis im roten Bereich – Das sollen die Konsequenzen sein

Der Kreis Unna möchte neue Konsequenzen beschließen. Symbolbild

Kreis Unna. Die Corona-Ampel steht auf Rot. Die 7-Tages-Inzidenz ist erheblich angestiegen. Wir berichteten bereits darüber. Mittlerweile ist der Wert auf 53 angestiegen. Am Nachmittag gab es der Kreis Unna weitere Maßnahmen und Konsequenzen bekannt. 

 

 

“Der Inzidenz-Grenzwert wurde nach unseren eigenen Berechnungen überschritten. Die RKI-Zahlen sind teilweise noch etwas unterschiedlich, da es zu Verzögerungen kommt. Für mich ist aber der Wert unserer Kreisverwaltung maßgeblich”, erklärte Landrat Michael Makiolla am Freitagnachmittag in einer telefonischen Pressekonferenz.

Aufgrund dieses Wertes sei man verpflichtet, zwingend neue Schutzmaßnahmen anzukündigen. Der Landrat: “Die Schwerpunkte der Infektionen liegen in den Schulen, Kitas, Pflegeeinrichtungen, den Kontaktsportarten und größeren Feiern.” Daher wolle man Regelungen in einer Allgemeinverfügung treffen.

Drei relevante Reglungen

Es gibt insbesondere drei relevante Regelungen in dem Entwurf der Allgemeinverfügung: “An Festen mit geselligem Charakter sollen höchstens 25 Personen teilnehmen dürfen. Das bedeutet eine Halbierung, zuvor waren 50 Personen erlaubt. In privaten Räumen empfehlen wir keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Personen. Wir wollen sämtliche Veranstaltungen im Kontaktsport untersagen, auch im Bereich des Spielsbetriebs”, sagte Makiolla.

Die Bezirksregierung müsse die Verfügung noch prüfen. “Wir sind nicht ganz darüber glücklich, dass das Ganze so viel Zeit benötigt. Im Notfall werden wir die Allgemeinverfügung auch ohne Abstimmung mit dem Land in Kraft setzen”, machte Gesundheitsdezernent Uwe Hasche mit etwas Verärgerung deutlich. Planmäßig solle die Allgemeinverfügung am Sonntag um 0.00 Uhr in Kraft treten und bis zum 25. Oktober gültig sein. Sie könne aber bei Bedarf auch noch modifiziert oder wieder außer Kraft gesetzt werden. Jedoch könnte sie auch verschärft werden.

Offiziell ist der Kreis übrigens noch kein Risikogebiet, da das RKI noch eine Differenz in den Inzidenz-Zahl vorweist. “Wir hoffen, dass dies morgen geschieht. Man kann allen sagen, die heute noch verreisen: Machen Sie das!”, so Makiolla.

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