Neuer Bezirksbeamter für Schwerte-Nordwest vorgestellt

Neuer Bezirksbeamter für Schwerte-Nordwest vorgestellt

Dem neuen Bezirksbeamten Ralf Peukert (4. v.l.) haben gratuliert: Peter Schwab (leitender Polizeidirektor, v.l.), Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Andreas Vallieri (Polizeihauptkommissar und Leiter der Polizeiwache), Bettina Brennenstuhl (Kämmerin, 2. v.r.) sowie Landrat und Leiter der Kreipolizeibehörde Michael Makiolla. Foto: Laura Szymura

Schwerte. Die Kreispolizeibehörde Unna stellte Polizeihauptkommissar Ralf Peukert als neuen Bezirksbeamten für den Bereich Schwerte-Nordwest vor. Landrat Michael Makiolla betonte, wie wichtig die Präsenz der Polizei und insbesondere der Bezirksbeamten in Schwerte und der Bevölkerung allgemein sei, um flächendeckend präsent zu sein.

Das Gebiet Nordwest umfasst den Stadtteil Holzen. Die Aufgaben und die Arbeit des Vorgängers werden fortgesetzt. „Alles wird so weitergeführt, wie es schon mein Vorgänger gemacht hat“, so der neue Bezirksbeamte Peukert. Schon seit 1996 ist er bei der Polizei NRW und war vorher beim Bundesgrenzschutz. 2008 ist er nach Schwerte gewechselt. „Für die Arbeit eines Bezirksbeamten gibt es keine Schulungen oder Lehrgänge. Deshalb ist es eine gute Voraussetzung, wenn man schon viele Erfahrungen in der jeweiligen Stadt und in dem Gebiet hat“, ergänzt Peukert.

Kontakt zu den Menschen hat Priorität

 Die Aufgabe des neuen Bezirksbeamten wird sein, raus zu gehen und aktiv zu sein. Der Kontakt zu den Menschen ist besonders wichtig. „Meine Hauptaufgabe ist der Kontakt zu den Menschen und das direkte Ansprechen der Bürger“, sagt Peukert.

„Wir sind für eine sehr bürgernahe und bürgerfreundliche Polizei und legen auch sehr viel Wert darauf, dass unsere Bezirksbeamten Kontakt zu den Menschen haben und ganz engen Kontakt zu Schulen“, betont der Leiter der Kreispolizeibehörde Unna, Michael Makiolla. Auch die nahe Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den örtlichen Ordnungsbehörden sei sehr wichtig und vor allem in Corona-Zeiten sehr gut gelaufen, so Makiolla. Dem stimmt auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos zu: „Die Ordnungspartnerschaft funktioniert hier in Schwerte ganz hervorragend, besonders während Corona. Aber natürlich pflegen wir diese Partnerschaft auch über Krisenzeiten hinaus.“

Viele weitere Aufgabenbereiche

 In Schwerte gibt es fünf Bezirke. So ist ein Bezirksbeamter für etwa 10.000 Einwohner zuständig. Die Bezirksarbeit mit Schulen ist dabei sehr wichtig. Dazu gehört beispielsweise der Fahrradunterricht mit den Schülern. Dennoch kommen zahlreiche weitere Aufgaben auf den neuen Bezirksbeamten zu. Haftbefehle, Aufenthaltsermittlungen, die Nachsorge bei Wohnungseinbrüchen, Präventionsarbeit, Opferschutz sowie die Verkehrssicherheit gehören zu den zusätzlichen Bereichen. Die Arbeit auf der Wache gehört nicht zu den primären Tätigkeiten eines Bezirksbeamten „Ein Bezirksbeamter hat die klassische Aufgabe eines Schutzmannes, der alles können muss. So bekommt er draußen auch ein gutes Stimmungsbild von allem“, erklärt der leitende Polizeidirektor Peter Schwab.

Nicht überall Zuspruch

 Dennoch gibt es Experten, die nicht viel von Bezirksbeamten halten. Ganz anderer Meinung ist Makiolla. „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses System in Nordrhein-Westfalen, von einer Polizei, die flächendeckend Präsenz hat, super und hilfreich ist.“ NRW geht nämlich einen anderen Weg. In vielen Bundesländern gibt es keine Bezirksbeamten.

Polizeihauptkommissar und Leiter der Wache in Schwerte, Andreas Vallieri, betont, dass Schwerte insgesamt sehr gut aufgestellt sei. „Wir schauen immer, wo man noch etwas nachbessern kann. Die Bezirksbeamten sind eine stille Reserve mit ganz vielen tollen Aufgaben und toller Arbeit.“

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