Messerstecherei in Westhofen: Bandidos-Zusammenhang möglich

Messerstecherei in Westhofen: Bandidos-Zusammenhang möglich

Schwerte – Tatort: Reichshofstraße. In der Nacht auf Sonntag (21.10.2018) wurde auf einen 33-jährigen Lüner in Westhofen mehrfach eingestochen. “Das waren insgesamt sieben Stichschnittverletzungen”, weiß der zuständige Staatsanwalt Bernd Maas. Diese seien zwar zu keinem Zeitpunkt lebensgefährlich gewesen, man könnte aber aufgrund der Verletzungen trotzdem von einem versuchten Tötungsverbrechen ausgehen. Die Mordkommission ermittelt. 

Ein 33-jähriger Mann aus Lünen wird diese Nacht wohl nicht so schnell vergessen können. Er wurde in der Nacht auf Sonntag durch sieben Stiche verletzt. “Zu seinem gesundheitlichen Status habe ich aktuell keine Informationen. Lebensgefahr besteht allerdings – wie von Anfang an – nicht.”, erklärt der Staatsanwalt. Wer in dieser Nacht die Polizei alarmiert hat, ist unbekannt. Fest steht allerdings: das Opfer war es nicht. Es soll aber eine ganze Menschenmasse vor Ort gewesen sein. Und das ist gar nicht so verwunderlich!

Bandidos feierten Schlagerparty

In dieser Nacht feierte nicht nur Florian Silbereisen seinen “Alles funkelt, alles glitzert”-Schlagerboom in der Westfalenhalle. Nein, auch die Bandidos feierten ihre alljährliche “große Schlager-Party”. Mit den “größten Hits der 70er, 80er und 90er Jahre” wirbt der Motorrad- und Rockerclub auf seiner Facebook-Seite. Partyzeitraum: Samstag, ab 19 Uhr. Und Facebook zeigt auch, dass die Party bis tief in die Nacht ging. “Wir wissen, dass die Party stattgefunden hat. Ob es einen Zusammenhang gibt, ermitteln wird gerade.”, sagt Bernd Maas von der Staatsanwaltschaft Hagen. Ein Zusammenhang ist also weder bestätigt, noch auszuschließen.

Die Bandios stehen als zweitgrößter Motorradclub weltweit immer wieder in den Schlagzeilen. Erst im Oktober hat ein Richter ein 31-jähriges Bandidos-Mitglied in Untersuchungshaft geschickt. Er soll in Hagen auf einen fahrenden BMW geschossen haben. In dem BMW saßen ein Freeway-Riders-Mitglied und seine Partnerin. Die Freeway Riders sind in Hagen seit vielen Jahrzenten ansässig, die Bandidos wiederum erst seit kurzer Zeit. Auch die Bandidos in Schwerte standen bereits in der Kritik: So wurde das Vereinsheim beispielsweise im März 2015 mit einer Hundertschaft der Polizei kontrolliert. Gefunden haben die Beamten allerdings nichts. Für Aufmerksamkeit sorgte auch das Schild am Vereinsheim: “Achtung! Wir rufen nicht die Polizei! Um unwillkommene Besucher kümmern wir uns höchst persönlich.”

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