Rat hat entschieden: Marktplatz und Altstadt werden überdacht

Rat hat entschieden: Marktplatz und Altstadt werden überdacht

Der Schwerter Marktplatz. Foto: Lukas Pohland

Schwerte. In seiner letzten Sitzung hat der Rat der Stadt Schwerte in nicht-öffentlicher Sitzung einem Antrag der SPD-Fraktion zugestimmt, den Marktplatz und die Schwerter Altstadt zu überdachen. Der Bau wird rund 2,3 Millionen Euro kosten. MeinSchwerte liegen Informationen aus politischen Kreisen vor. 

April, April! Bevor uns wütende Abmahnungen erreichen: es handelt sich natürlich, wie von Vielen erkannt, um einen April-Scherz.

Durch eine sieben Meter hohe Glaskonstruktion sollen die Schwerter Bürger und Touristen beim Einkaufen und Spazieren von Witterungen geschützt werden. Den Zuschlag für das Projekt erhielt ein renommiertes Architekturbüro aus London, welches plant, die Bauarbeiten pünktlich zur Internationalen Gartenausstellung 2027 abzuschließen. 

Das Projekt stößt auf große Begeisterung in der Tourismusbranche in Schwerte.

Werbung im Himmel

Die veranschlagten Kosten von gerade einmal 2,3 Millionen Euro möchte die Stadt durch Werbung refinanzieren, welche auf das innovative Glas projiziert werden soll. Für die Gestaltung der Werbeanzeigen werden zwei Stellen im Rathaus ausgeschrieben. Auch wird es innerhalb der Konstruktion kostenloses Highspeed-WLAN für alle geben. Die Deutsche Telekom legt dafür gerade echte Glasfaser-Leitungen – damit schreibt übrigens auch das Glasfaser von der Stadtwerke-Tochter als Monopol Geschichte.

Die genaue Finanzierung ist noch unklar. Notfalls wolle man die Grundsteuern weiter erhöhen, heißt es. Mit der Entscheidung greift der Rat eine Überlegung der ehemalig parteilosen Bürgermeisterkandidatin Christiane Ganske auf, die zwischenzeitlich SPD-Ratsmitglied geworden ist.

Verbinden möchte man die Überdachung mit der sowieso anstehenden Markt-Überarbeitung. Bei den Schwerter Grünen löst das Projekt Entsetzen aus. „Wieder werden rund 10 Bäume für so einen Quatsch gefällt. Schwerte ist kein New York oder Berlin“, kommentierte eine Sprecherin.

Quelle: Google Maps

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