„Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ geht weiter mit „Yalda“

„Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ geht weiter mit „Yalda“

Ein medienkritisches Drama um eine zum Tode verurteilte Frau. © Little Dream Pictures

Schwerte. Im Rahmen der ökumenischen Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ zeigt die Katholische Akademie Schwerte am Freitag, 5. November, 19:30 Uhr, den Spielfilm Yalda des iranischen Regisseurs Massoud Bakhshi.

In der längsten Nacht des Jahres, zu Beginn der Wintermonate, feiert man im Iran das Fest Yalda. Familien und Freunde kommen an einem reich gedeckten Tisch zusammen und lesen Texte des bekannten und beliebten Dichters Hafez. In Massoud Bakhshis gleichnamigen Film findet an genau diesem Abend eine Fernsehshow statt und auch dabei werden die poetischen Verse um Liebe, Glück und Harmonie vorgetragen.

Doch in der Show geht es um Leben und Tod. Eine junge Frau, Maryam, wurde beschuldigt, ihren wesentlich älteren Ehemann umgebracht zu haben und daraufhin zum Tode verurteilt. Sie hat eine letzte Chance. Auf der Bühne des Fernsehstudios muss sie die Tochter des Toten um Vergebung bitten; wenn diese ihr verzeiht, wird die Todesstrafe erlassen. Im Film heißt die Realityshow „Freude der Vergebung“. Sie hat ein reales Vorbild im Iran.

Das Filmdrama begnügt sich nicht mit der Kritik an patriarchalen Machtstrukturen zwischen Eheleuten im Iran, sondern weitet den Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Zudem wirft der Film ein irritierendes Licht auf Soziale Medien, die sich bestens mit antidemokratischen Tendenzen und autoritären Systemen vertragen.

Eintritt: EUR 5,-/erm. EUR 4,-
Ansprechpartner:
Dr. Markus Leniger, Studienleiter, Katholische Akademie Schwerte
Tel.: 02304-477-155 (-0), Fax: 02304-477-199
E-Mail: leniger@akademie-schwerte.de

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