Der Tag der Befreiung: Gedenkfeier zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Der Tag der Befreiung: Gedenkfeier zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Nele Blase, Fritz-Günter Held und Dietmar Köster bei der Kranzniederlegung. Foto: Ingo Rous

Schwerte. Mit dem Sieg über Nazi-Deutschland fand heute vor 76 Jahren der Zweite Weltkrieg ein Ende. Dem Tag der Befreiung wird in Schwerte alljährlich an der Gedenkstätte an der Emil-Rohrmann-Straße in Schwerte gedacht. Das war auch am Samstag wieder so. Bürgermeister Dimitrios Axourgos und der Europaabgeordnete Prof. Dietmar Köster waren die Redner einer kleinen Veranstaltung unter Pandemiebedingungen.

„Die Erinnerung wird zur Mahnung, der wir uns nicht verschließen dürfen“, sagte Dimitrios Axourgos. „Niemals darf das Unrecht an anderen minder bewertet werden als das Unrecht, das einem selbst widerfahren ist. Der 8. Mai ist deshalb Jahr für Jahr ein Anlass, den Einfluss menschenfeindlicher Ideologien einzuschränken. Dafür alles zu tun, ist unsere gemeinsame Aufgabe. Erinnerungskultur gehört in unserer Stadt schon lange Jahre zum Einsatz für Demokratie und ihren Grundwerten. Der Kultur- und Weiterbildungsbetrieb der Stadt Schwerte ist Träger dieser Erinnerungskultur, die regelmäßig an dieser historischen Stelle einen wichtigen, gesellschaftlichen Beitrag leistet. Ich bin allen Menschen hier in Schwerte sehr dankbar, die hartnäckig das Erinnern bemühen.“

Dietmar Köster, gebürtiger Schwerter und für die SPD im Europaparlament, hob hervor, dass „der Kampf gegen Nazis, Nationalisten und Rechtspopulisten eine Aufgabe aller demokratischen Kräfte“ sei. Er beschwor die internationale Zusammenarbeit. „Die Europäische Union muss Teil dieser Kooperation für eine humanere Welt werden.“ Nationalisten seien „Zombies aus dem letzten Jahrhundert, die für Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie und die Diskriminierung von Minderheiten stehen“.

Gemeinsam mit Prof. Köster, Nele Blase vom Bündnis gegen Rechts und Pfarrer Fritz-Günter Held (Pax Christi) legte Bürgermeister Dimitrios Axourgos einen Kranz in der Gedenkstätte nieder.

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