Unterstützung am Ende des Lebens

Unterstützung am Ende des Lebens

Das Archivbild zeigt das Team des Marienkrankenhauses, das Patienten palliativmedizinisch berufs- und standortübergreifend begleitet.

Schwerte. Wie können Patienten mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung versorgt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, trotz aller Umstände die Lebensqualität der Kranken zu erhalten oder zu verbessern?

 Palliativmediziner stellen am Donnerstag, 8. Oktober, ab 16 Uhr in der Cafeteria des Standorts Goethestraße niedergelassenen Ärzten, Vertretern des Schwerter Palliativ- und Hospiznetzes und Interessierten das Konzept der Versorgung in Schwerte vor.

Dr. Jörg Freyhoff und Dr. Ulrich Vahle, Chefärzte der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie der Klinik für Geriatrie, leiten den „Qualitätszirkel Palliativmedizin“, der die Grundlage des Konzepts entwickelt hat. Es gehe darum, vor allem die Lebensqualität – nicht unbedingt die Verlängerung der Überlebenszeit – in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei kooperieren am Marienkrankenhaus Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen standortübergreifend und arbeiten zudem eng mit Palliativ-Pflegediensten, Palliativnetzen und Hospizeinrichtungen zusammen.

Am Standort Goethestraße ist ein palliativmedizinischer Konsiliardienst eingerichtet, der nach Anforderung der behandelnden Fachabteilung tätig wird und bei Patienten mit Symptomen wie Luftnot, Übelkeit, Schwäche und Schmerzen den betreuenden Stationsärzten beratend zur Seite steht. Am Standort Schützenstraße wird die Palliativversorgung durch das multiprofessionelle Team der Klinik für Geriatrie gewährleistet. Das Spektrum der Behandlung reicht von der palliativmedizinischen ärztlichen Versorgung über psychologische Betreuung und Seelsorge bis zur Physio-, Ergo, Entspannungs- und tiergestützten Therapie. Die Überleitung von der stationären in die ambulante Palliativversorgung begleitet der Sozialdienst der Klinik.

„Das Leistungsspektrum beider Standorte ist gut aufeinander abgestimmt. Durch die enge Kooperation können wir ein umfassendes palliativmedizinisches Angebot garantieren und somit eine Lücke für Patienten schließen, die am Ende ihres Lebensweges stehen“, so die Chefärzte. Abgerundet wird die Veranstaltung, die unter Beachtung der Corona-bedingten Hygienevorschriften stattfindet, durch einen Vortrag von Dr. Boris Hait vom Palliativzentrum des Katharinen-Hospitals in Unna.

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