Förderzusage aus Berlin soll Lebens- und Standortqualität verbessern

Förderzusage aus Berlin soll Lebens- und Standortqualität verbessern

Freuen sich über die Smart City-Förderung: Oliver Kaczmarek (v.l.), Ullrich Sierau, Sabine Poschmann und Dimitrios Axourgos. Foto: Roland Gorecki/Stadt Dortmund

Berlin/Dortmund/Schwerte. Gemeinsam mit Bürger*innen, Institutionen und Unternehmen will die Stadt Schwerte in den nächsten zwei Jahren ihre Smart City-Strategie weiter ausbauen, ehe dann die fünfjährige Umsetzungsphase beginnt. Die Förderung des gemeinsamen Modellprojekts Smart City der Städte Dortmund und Schwerte durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat kommt zur rechten Zeit. Wie bereits gemeldet, fließen 12,4 Millionen Euro in die Region und 3,6 Millionen Euro davon direkt nach Schwerte.

„Mit Hilfe der Förderung können wir Schwerte digitaler, smarter und lebenswerter machen“, freut sich Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos. „Das schafft langfristige Perspektiven, auch für den Wirtschaftsstandort Schwerte. Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund. Wir leben interkommunale Zusammenarbeit.“

Dank an Oliver Kaczmarek und Tristan Richter

Das Stadtoberhaupt dankt in diesem Zusammenhang dem heimischen Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek für sein Engagement. „Es freut mich außerordentlich, dass Dortmund und Schwerte gemeinsam als interkommunale Kooperation zum Smart City Modellstandort ernannt worden sind“, unterstreicht Kaczmarek. „Damit treiben wir die Digitalisierung beider Städte mit voller Kraft voran. Mit der Aufstockung der Bundes-Fördermittel für Smart Cities auf insgesamt 820 Millionen Euro schaffen wir für unsere Kommunen die besten Voraussetzungen, um am technologischen Fortschritt teilzuhaben und kommunale Strukturen mit Hilfe neuer technologischer Instrumente ganz im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger zukunftsfähig und nachhaltig auszugestalten.”

Einen großen Dank erfuhr auch Tristan Richter. Der Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Schwerte hatte maßgeblichen Anteil am Modellprojekt Dortmund/Schwerte. „Digitalisierung und Innovationen bieten viele Chancen, um die Lebens- und Standortqualität in Schwerte zu verbessern“, hebt Tristen Richter hervor. „Dieser Entwicklungsprozess kann nur funktionieren, wenn die Entwicklungen an den lokalen Bedürfnissen ausgerichtet werden. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund bietet die Chance, die Strategien aufeinander abzustimmen und mit einem gemeinsamen Konzept für eine smarte Region, die Herausforderungen der Zukunft regional zu lösen.“

Sensordaten sammeln

Das wichtigste Teilprojekt werde die Entwicklung einer regionalen Smart City Datenplattform zur Sammlung von Sensordaten sein. Tristan Richter erklärt und nennt Beispiele: „Mit dieser Basis sollen in den Themenfeldern Energie, Umwelt, Sicherheit und Mobilität konkrete Anwendungsszenarien zur datenbasierten Steuerung der Stadt entwickelt werden. Erste Ideen sind zum Beispiel Feuchtigkeitssensoren für öffentliche Grünanlagen, um die Bewässerung besser zu steuern oder sogar zu automatisieren. Eine interkommunale Baustellendatenbank könnte das geplante intelligente Verkehrsleitsystem mit zusätzlichen Daten unterstützen. Mit der Einbindung von Niederschlagssensoren erhält die Feuerwehr wertvolle Informationen zu möglichen Straßenüberspülungen.“

Brutkästen für Lösungen

Nach dem positiven Förderbescheid aus Berlin gab es bereits ein erstes Treffen von Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau mit Dimitrios Axourgos, der für Dortmund zuständigen Bundestagsabgeordneten Sabine Poschmann und Oliver Kaczmarek. „In der Zusammenarbeit mit Schwerte und den Bürgern und Bürgerinnen werden im Rahmen dieses Modellprojekts Quartiere zu Brutkästen für Lösungen in der neuen, digitalen Gesellschaft“, sagte Ullrich Sierau. Sabine Poschmann unterstrich: „Mit den Modellprojekten ermöglichen wir unseren Kommunen, neue Technologien aktiv für die Stadtentwicklung zu nutzen und von Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden zu profitieren.“

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