Markt soll Aufwertung erfahren: Pläne aus Kassel überzeugen die Jury

Markt soll Aufwertung erfahren: Pläne aus Kassel überzeugen die Jury

Stellten die Marktpläne vor: Christian Vöcks, Marcel Spieß, Prof. Wigbert Riehl, Dimitrios Axourgos, Prof. Gerd Aufmkolk und Christian Heppner. Foto: Ingo Rous/Stadt

Schwerte. Der Marktplatz und der Kleine Markt in Schwerte sowie die Übergänge aus Mähr-, Hüsing- und Brückstraße dorthin werden eine deutliche qualitative Aufwertung erfahren, wenn die Pläne der Kasseler Landschaftsarchitekten Riehl Bauermann und Partner Realität werden. Geplant ist die Umsetzung ab Herbst 2021. Die Pläne aus Kassel stießen auf einhellige Zustimmung der Jury, die sich am Montag mit allen eingereichten Plänen beschäftigt hatte.

So soll sich der Marktplatz einmal präsentieren.

Am Dienstag präsentierte Bürgermeister Dimitrios Axourgos den Siegerentwurf im Büro der Mitmachstadt am Markt, begleitet vom Technischen Dezernenten Christian Vöcks, Christian Heppner aus dem Planungsamt der Stadt und dem Juryvorsitzenden Prof. Gerd Aufmkolk. Anwesend waren auch Prof. Wigbert Riehl und Marcel Spieß vom Wettbewerbssieger.  „Das Herz der Stadt wird eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität erfahren und die Attraktivität des Marktplatzes steigern. Der Siegerentwurf hat sowohl die fünf externen Fachjuroren als auch die vier Schwerter Vertreter aus Politik und Verwaltung überzeugt“, freute sich das Stadtoberhaupt über das gelungene Projekt, das durch den Schulterschluss von Verwaltung und Politik und unter Beteiligung der Öffentlichkeit entstehen konnte. 3,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten und vom Land gefördert werden.

Barrierefreiheit

Eine große Rolle spielte im Verfahren das Thema Barrierefreiheit. Unebenheiten, Barrieren und eine schwierige Topographie prägen das heutige Bild des Marktplatzes samt Umgebung. Diese Eigenschaften sollen entfallen. So wird es auch einen Lift von der Tiefgarage auf den Markt geben, um diesen zu erreichen. Prägnant darstellen werden sich die Marktterrassen vor dem City Center. Heller und freundlicher wird es auf dem Kleinen Markt werden, weil hier der Trümmerschutz für den ehemaligen Atombunker abgerissen werden kann. Der Kleine Markt soll eine grüne Ruhezone werden, während der Große Markt seine Funktionalität für den Wochenmarkt und Stadtfeste bewahren wird. Im Sieger-Entwurf werden auch die Linden auf der südlichen Seite des Marktes erhalten, insgesamt gibt es im Plangebiet zukünftig deutlich mehr Bäume als heute.

Überzeugende Lösungen

So sollen der Markt und sein Umfeld einmal aussehen.

In den nächsten Wochen wird das das Büro Riehl Bauermann und Partner aber auch mit Verbesserungsvorschlägen der Jury auseinandersetzen müssen, etwa eine reduziertere Treppenkonstruktion, die teilweise Nutzung des vorhanden Bodenmaterials oder auch eine höhere Aufenthaltsqualität am südlichen Marktplatz. Insgesamt hatte das Büro jedoch viele überzeugende Lösungen für die Attraktivitätssteigerung des Marktplatzes und der Umgebung.

Der freiraumplanerische Wettbewerb wurde als nicht offener Realisierungswettbewerb für Landschaftsarchitektur- und Stadtplanungsbüros durch die Stadt Schwerte ausgelobt. Insgesamt wurden acht Beiträge eingereicht, die in unterschiedlicher Weise die umfangreichen Anforderungen an die zukünftige Gestaltung der zentralen Plätze in Schwertes Innenstadt umgesetzt haben. Die anonymen Planunterlagen wurden anschließend einer ausführlichen Vorprüfung unterzogen. Die Vorprüfung erfolgte durch das verfahrensbetreuende Büro „scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbH“ aus Dortmund in enger Zusammenarbeit mit fachlichen Vorprüfer*innen aus der Stadtverwaltung.

  • Alle Wettbewerbsbeiträge können ab sofort bis zum 24. September im Büro der Mitmachstadt betrachtet werden. Die Öffnungszeiten sind: Di 9-13 Uhr und 15-17 Uhr, Mi 9-13 Uhr und 15-17 Uhr, Do 14-19 Uhr. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit an folgenden Terminen Rückfragen an das Planungsamt vor Ort zu stellen: Mi, 09. September 2020, 9-13 Uhr und Do, 17. September 2020, 14-19 Uhr.
  • Aufgrund der aktuellen Hygiene- und Abstandsvorschriften im Rahmen der Corona-Pandemie kann die Ausstellung nur von einer begrenzten Anzahl an Interessierten gleichzeitig besucht werden, daher kann es mitunter zu Wartezeiten kommen. Die Besucher*innen werden gebeten an die Einhaltung der Corona-Bestimmungen (Mund-Nasen-Schutz, Handdesinfektion, Abstand) zu denken.

 

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