„Alt Schwerte“: Letzter Versuch auf gütliche Einigung

„Alt Schwerte“: Letzter Versuch auf gütliche Einigung

Dunkel, unfreundlich und hässlich: Die Immobilie "Alt Schwerte" soll verschwinden. Foto: Lukas Pohland

Schwerte. Die Stadt Schwerte unternimmt einen letzten Versuch, auf dem Wege einer Einigung mit dem Eigentümer der Immobilie Hüsingstraße 7, den allgemein als Schandfleck geltenden Bereich, attraktiv zu gestalten. In Kürze soll ein entsprechendes Gespräch stattfinden. Hat das nicht den gewünschten Erfolg, wird es zu einem formellen Verfahren kommen, an dessen Ende sogar die Enteignung stehen könnte.

„Es ist das Ziel der Stadt Schwerte, die Innenstadt städtebaulich zu entwickeln und Aufenthaltsqualitäten deutlich zu steigern“, unterstreicht Bürgermeister Dimitrios Axourgos, der sich damit inhaltlich voll hinter das Integrierte Stadtentwicklungskonzept stellt, mit dem die Stadt Schwerte die Attraktivität der City sichtbar anheben will. In dieses Konzept passt der aktuelle Zustand der seit Jahren leerstehenden Immobilie „Alt Schwerte“ in der Fußgängerzone überhaupt nicht; sie gilt als abgängig.

Negative Auswirkungen

„Der Zustand Ihrer Immobilie beeinträchtigt unmittelbar die Mieter und Eigentümer der Nachbargebäude und hat darüber hinaus negative Auswirkungen für Eigentümer, Bewohner und Nachbarn und somit für die gesamte 1a-Lage der Schwerter Innenstadt“, schreibt der Technische Dezernent Christian Vöcks in einem Brief an den Eigentümer und bezieht in diese Aussage auch auswärtige Besucher*innen der Innenstadt mit ein. Er ist überzeugt, dass die negative Ausstrahlung des Gebäudes den Anstrengungen der Stadt Schwerte zuwiderläuft.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Stadt Schwerte einstimmig die Satzung über die Sicherung von Durchführungsmaßnahmen im Stadtumbaugebiet „Innenstadt Schwerte“ beschlossen. Diese Satzung erlaubt die Sicherung der beschlossenen Ziele und Maßnahmen im bezeichneten Gebiet. So stehen der Stadt Schwerte für die Beseitigung bestehender Gebäudeleerstände die Möglichkeit des Vorkaufsrechts oder der Enteignung zur Verfügung. „Wir hoffen aber sehr darauf, endlich eine Einigung mit dem Eigentümer zu erreichen“, unterstreicht Bürgermeister Dimitrios Axourgos. „Wir werden diesen Zustand des Gebäudes aber nicht mehr länger hinnehmen.“

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