“Grün statt Grau: Verkehrswende geht anders”

“Grün statt Grau: Verkehrswende geht anders”

Thomas Möller. Foto: Die Grünen/Website

Thomas Möller, Ratskandidat, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Schwerte:

In einer Pressemitteilung der Stadt wurde bekanntgegeben, dass der Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt (AISU) einer außerplanmäßigen Ausgabe über 100.000 Euro zur Erweiterung des Parkplatzes am “Reiche des Wassers” zugestimmt hat. Mit dieser Erweiterung sollen weitere 23 Stellplätze ausschließlich für PKW erschlossen werden.

In der Pressemitteilung wurde nicht erwähnt, wie viele Bäume wieder einmal zulasten der Stellfläche abgeholzt werden, wie viel Grün im Innenstadtbereich mal wieder zur Nutzung des motorisierten Individualverkehrs verloren geht. Scheinheilig wird davon gesprochen, dass die “vorhandene Begrünung punktuell durch Neuanpflanzungen” ergänzt wird. Das heißt, dass wir mit neuen Parkflächen für PKW mehr Begrünung in der Innenstadt schaffen? Natürlich nicht. Wieder einmal macht der PKW Boden gut oder besser gesagt, der PKW frisst den Boden der Natur.

Eines ist doch sonnenklar: Mit den neuen Parkplätzen am “Reiche des Wassers” werden noch mehr Autos in die Innenstadt gelockt, die es zu bewältigen gilt. Aber da ist ja scheinbar Land in Sicht: Das 2,0 Mio teure Verkehrsleitsystem, wovon wir aus unserem Stadthaushalt 400.000 € beisteuern dürfen, um dann den stehenden Verkehr in der Stadt sinnvoll zu verwalten. Vielleicht “sagt” ja dann das intelligente Leitsystem den Verantwortlichen, dass wir schon heute ein viel zu großes Parkangebot für die Stadt haben und wenn sie das nicht glauben wollen, können sie es ja im von der Stadt 2015 initiierten Mobilitätskonzept 2025 nachlesen.

Übrigens könnten wir mit den ursprünglichen 100.000 € für 23 PKW-Parkplätze stattdessen viele Lücken bei den Radwegen innerhalb der Stadt und zwischen den Stadtteilen schließen. Dann würden viel mehr Schwerter Bürger*innen mit dem Fahrrad in die Innenstadt kommen und bräuchten auch die 23 neuen Parkplätze nicht mehr, die Flächen blieben erhalten und die Lebensqualität in Schwerte würde steigen.

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