Dem schlechtem Wetter zum Trotz: Viele Besucher beim traditionellen Reibekuchenessen auf dem Ebberg

Dem schlechtem Wetter zum Trotz: Viele Besucher beim traditionellen Reibekuchenessen auf dem Ebberg

Viele Gäste warteten auf die frischen Reibekuchen. Fotos: Johannes Voutsinas/NFH Ebberg

Schwerte. Kälte, Wind und Regen konnten sie nicht aufhalten. Hunderte Besucher machten sich am Freitag auf den Weg zum Naturfreundehaus Ebberg in Westhofen. Das hatte zum großen Reibekuchenessen geladen. Traditionell findet dieses einmal im Jahr, am 1. November statt. Am Allerheiligen-Feiertag werden dann vor den Augen der Gäste, im Biergarten, frische Kartoffeltaler zubereitet und serviert. So auch dieses Mal und die Nachfrage war wie immer riesig.

Naturfreund Stefan Kühn freute sich am Grill über die zahlreichen Gäste.

An den beiden Bratstellen bildeten sich zeitweilig lange Schlangen. Doch an den niedrigen Temperaturen störte sich niemand. Im Gegenteil. Ein älterer Herr wusste zu berichten: “Wenn es draußen so richtig kalt ist, dann schmecken die am besten”. Ein Anderer fühlte sich an seine Kindheit erinnert: “Die gab es immer bei uns auf dem Weihnachtsmarkt”. Auch Grillbratwürstchen und ein deftiger Erbseneintopf wurden angeboten. Beide Speisen gehören zu den Klassikern auf dem Ebberg und wurden auch am Freitag wieder stark nachgefragt. Im Kiosk konnten Gäste sich mit heißen Kaffeespezialitäten, Kuchen und frischen Waffeln versorgen.

Wichtiger Tag im Kalender

Der 1. November ist ein wichtiger Tag im Kalender des Naturfreundehauses. Das Reibekuchenessen ist nicht nur eine Gelegenheit, lecker zu speisen. Es ist auch traditionell eine Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und alte Bekannte zu treffen. Die Jugendtagungsstätte auf dem Ebberg gehört seit vielen Jahren zu Schwerte und zu Westhofen. 2018 feierte es runden Geburtstag. Die “50-Pfennig-Wiese” ist in der gesamten Region als Ausflugsziel bekannt. Der angrenzende Wald- und Radweg wird von Bikern und Wanderern genutzt. “Wer dem Alltag entfliehen will, der muss nur den Berg hinauf laufen oder fahren, schon ist er im Herzen der Natur”, sagt Stefanie Voutsinas, die das Haus leitet.

Mit dem Reibekuchenessen beendet das Naturfreundehaus traditionell seine Sommersaison. Ab sofort hat das Haus nur noch von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Warme Speisen werden in der Zeit von 13 bis 17 Uhr angeboten. Richtig rund geht es aber trotzdem nochmal. Am zweiten Dezemberwochenende veranstaltet das Haus zum ersten Mal überhaupt einen Weihnachtsmarkt mit vielen Ausstellern aus Schwerte und der Region. (jv)

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