Lunas Reiseblog: Sind Neuseeländer wirklich so freundlich wie alle sagen?

Lunas Reiseblog: Sind Neuseeländer wirklich so freundlich wie alle sagen?

Upper Hutt/Schwerte. Luna (15) wohnt mit ihrer Familie eigentlich in Schwerte. Seit dem Anfang der Sommerferien verbringt sie nun aber ein halbes Jahr in Neuseeland. In dem exklusiven MeinSchwerte-Reiseblog schreibt sie regelmäßig über ihr (halbes) Auslandsjahr.

Ob die Neuseeländer alle freundlich sind? Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich die Frage nur mit einem klaren „Ja, sind sie“ beantworten. Im Supermarkt an der Kasse wird man gefragt, wie es einem geht oder wie der Tag bisher war. Beim Busfahren grüßt man den Busfahrer beim Einsteigen, hält eventuell Smalltalk mit ihm und wenn man dann wieder aussteigt, bedankt man sich bei ihm, dass er einen mitgenommen hat und er bedankt sich, dass man mitgefahren ist.

Von außen betrachtet sind dies alles nur Kleinigkeiten, aber meiner Meinung nach, machen genau diese Kleinigkeiten Freundlichkeit aus. Wenn ich am Wochenende durch den Park jogge, werde ich von (fast) jedem, dem ich begegne, gegrüßt. Man kennt sich zwar nicht, aber hier gehört es einfach dazu. Die ersten Male war ich ein bisschen überfordert, als ich im Supermarkt oder vom Schaffner im Zug gefragt wurde, wie es mir geht. Jetzt freue ich mich jedes Mal erneut darüber und frage mich, warum wir das in Deutschland nicht auch einfach Mal machen.

Le Cordon Bleu

Letzte Woche war ich mit ein paar Leuten aus meiner Cooking-Class, sowie mit den anderen drei Deutschen in der bekannten Kochschule „Le Cordon Bleu“ in Wellington. Dort durften wir unter Anleitung von 3 Köchen Schokoladen-Eclair machen. Wir haben uns morgens an der Schule getroffen und meine Lehrerin aus dem Fach Kochen hat uns dann mit dem schuleigenen Van nach Wellington gefahren. In Deutschland habe ich noch keine Schule gesehen, die ein eigenes Auto hat. Hier ist es üblich, dass die Lehrer mit ihren Schülern auf verschiedenste Ausflüge und Sportaktivitäten fahren und dafür dann den Schulvan nutzen. Auf dem Ausflug hatten wir alle viel Spaß und das Schoko-Eclair ist allen gelungen. Da ich das Rezept mitgenommen habe, werde ich es, wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, bestimmt auch mal machen.

Womit ich gerade am Anfang „Probleme“ hatte, waren die vielen Teppichböden hier in Neuseeland. In fast jedem Raum ist hier Teppich verlegt, sowohl Zuhause als auch in der Schule in allen Klassenräumen.  Da ich eine ziemlich starke Hausstaub- und Milbenallergie habe, bekam ich anfangs schlecht Luft. Mittlerweile nehme ich morgens und abends Asthmaspray und habe die Allergie damit seht gut im Griff.

Wochenendausflüge

An den Wochenenden hier fahre ich meist mit Eli, irgendwo mit dem Bus hin. Wenn wir nicht gerade in Wellington oder Upper Hutt sind, fahren wir gerne nach Lower Hutt. Lower Hutt liegt zwischen Upper Hutt und Wellington. Hier gehen wir gerne im Shoppingcenter Queensgate shoppen. Das ist zwar nicht besonders groß (circa so groß wie die Thiergalerie in Dortmund), aber hat alles Nötige was man zum Shoppen braucht, nämlich genug Klamottenläden😊.

Da der Wechselkurs von Euro zu neuseeländischem Dollar momentan ziemlich gut ist (1 NZD entspricht 0,57 EUR) zieht auch das ein oder andere neue Teil bei uns ein. Der einzige Haken am Shoppen ist, dass ich bereits auf dem Hinflug Übergepäck hatte und deshalb versuchen muss, mich zu zügeln und nicht allzu viel zu kaufen. Bisher funktioniert das ganz gut, aber wer weiß wie lange noch. In der Nähe von Lower Hutt gibt es auch einen schönen Sandstrand, an dem wir häufig nach dem Essen spazieren gehen. Momentan ist es zwar noch viel zu kalt, um ins Meer zu gehen oder sich im Bikini an den Strand zu legen, aber im Sommer ist das ein schöner Ort, um zu entspannen. Generell werden die Temperaturen langsam erträglicher. Tagsüber werden es teilweise schon bis zu 15 Grad, nur nachts ist es immer noch kalt.

Veränderungen

Hier in Neuseeland hat die Mehrheit der Menschen entweder ein Tattoo oder ein Piercing. Wie ich bereits in meinem letzten Blogbeitrag erwähnt hatte, finde ich Tattoos sehr interessant und hätte am liebsten selbst eins. Piercings hingegen fand ich in Deutschland nie so wirklich schön. Seit ich hier bin hat sich meine Sicht dazu jedoch ein bisschen geändert.

Hier in der Schule hat fast jeder mehrere Ohrringe und verschiedene Ohrpiercings wie eine Helix. Außerdem haben ein paar ein Nasenpiercing. Früher habe ich mir bei Nasenpiercings gedacht „oh da muss jetzt nicht unbedingt sein“, aber seit ich hier bin und sie jeden Tag sehe finde ich sie echt schön. Da Eli und ich auch gerne eine äußerliche Veränderung während unserer Zeit hier durchführen wollten, uns Tattoos und Piercings dann aber doch ein bisschen zu krass waren, haben wir uns überlegt die Haare färben zu lassen. Gesagt, getan, Eli ist jetzt noch ein bisschen blonder und ich habe hellere Strähnen.

Der letzte MeinSchwerte-Reiseblog:

Lunas Reiseblog: Das waren die ersten Tage in Neuseeland

image_print