Kinder fanden zahlreiche erzählende Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart

Kinder fanden zahlreiche erzählende Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart

Selin (li.) und Filz haben mit Druck-Mustern aus dem Alten Rathaus spannende Collagen zusammengestellt. Fotos: Martina Horstendahl

Schwerte. „Weißt Du eigentlich, wie alt das Alte Rathaus ist?“, fragt Finja und verkündet stolz die Info „von 1548“, indem sie ihr Handy schwenkt: Auf Spurensuche zur Geschichte des Hauses haben sich die Kinder der Ferienspaß-Aktion im Alten Rathaus der Schwerter Mitte nicht nur digital sondern auch mit Stift und Papier begeben.

So durchstöberten die Kinder in dem Ferien-Projekt der Bürgerstiftung St. Viktor in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt und der Malschule KUNST mal anders unter Leitung von Martina Schulte sämtliche Räume des Hauses. Dabei wurden mittels Drucktechnik die Strukturen verschiedener Materialien auf Papier sichtbar gemacht und Frottagen gefertigt: ob Muster der Stuhllehnen, der Bodensteine, der Heizungsgitter, Fensterwappen, von Schriftzügen oder Verzierungen der alten Schatztruhe – den kreativen Blicken der Kinder ist nichts entgangen.

Strukturen und Muster des Hauses zu Collagen verarbeitet

Finja setzt noch mit selbst gedruckten Buchstaben den Schriftzug “Ruhrtalmuseum” auf ihre Frottage, bevor die große Collage aus vielen einzelnen interessanten Stücken zusammengestellt wird, denn auch das Museum war bis vor 2 Jahren in dem Alten Rathaus untergebracht und ist Teil der Geschichte des Gebäudes.

Auf diese Weise haben sie auf ihrer Entdeckungsreise durch das Gebäude zahlreiche Muster-Varianten gesammelt, die sie zusammen mit Bildmotiven und Schriften aus der Geschichte des Alten Rathauses zu spannenden Collagen zusammengestellt und mit eigenen Linien und Farben zu individuellen Bildern oder kunstvollen Guckloch-Kästen gestaltet haben.

Projektleiterin Martina Schulte war erfreut, dass die Heranführung der Kinder an die Geschichte des Alten Rathauses so gut funktioniert hat: „Die Kreativität und die Begeisterung der Kinder sind unglaublich“. Dem stimmten die Besucher zu, die während des Marktbummels in die ehemalige Museumshalle hereinschauten und die mit großem Eifer erstellten Arbeiten der Kinder bewunderten. Und auch die Kinder selbst fanden es, wie Selin überzeugt meinte: „Super!“

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