Gelungenes Konzerterlebnis trotz kleiner Schwierigkeiten

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Das Ruhrstadt Orchester. Foto: Lukas Pohland (Archiv)

Schwerte – Es versprach ein festlicher Abend zu werden, „Festliches Barock“ war das Thema, unter dem das traditionelle Weihnachtskonzert des Ruhrstadt-Orchesters am Sonntag stattfand. Die Sitzplätze in Halle 3 der Rohrmeisterei waren fast alle besetzt, und unter den wachsamen Augen der Schwerter Stadtwache eröffnete der Dirigent Claus Eickhoff das Konzert.Abgesehen von einzelnen neuen Gesichtern konzertierte das Orchester in der gewohnten relativ kleinen Besetzung.

Klavierkonzert von Bach

Das Orchester interpretierte unter anderem das 3. Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach, oder auch das Concerto Gross op.6/1 von Händel, in dem sich unter anderem der virtuose Konzertmeister, Wladimir Petritschenko, an der Geige sehr hervortat. Stilistisch fiel nur die Romanze in a-Moll von Niccolo Paganini aus dem Rahmen, ein romantisches Werk für Gitarre und Orchester.

Der Höhepunkt des Abends war allerdings das Klavierkonzert in d-Moll BWV 1052 von Bach, das Galina Gusachenko am Flügel meisterlich interpretierte. Für ein echtes Weihnachtskonzert durfte natürlich auch die Weihnachtssinfonie in D-Dur von Gaetano Maria Schiassi  nicht fehlen, dessen Cembalo-Part von Thielmann an der Oktavgitarre gespielt wurde.

Instrumente verstellten sich durch Kälte

Der kleinen Besetzung trotze das Ruhrstadt-Orchester. Probleme gab es aber durch den Temperaturunterschied. – Foto: Lukas Pohland

Für den krönenden Abschluss kam natürlich nur ein einziges Werk infrage: Das berühmte Weihnachtskonzert in g-Moll von Arcangelo Corelli, sehr feinfühlig und bezaubernd vom Orchester gespielt. Das alles gelang den Musikern trotz der großen Schwierigkeiten, die der plötzliche Kälteeinbruch am Sonntagabend mit sich brachte: Durch die extremen Temperaturunterschiede – draußen frostige Kälte, auf der Bühne behagliche Wärme – verstimmten die Instrumente schnell und mussten häufig nach gestimmt werden. Den Musikern gelang es dennoch, ein stimmungvolles Konzerterlebnis zu schaffen. „Vielleicht haben wir die letzten Jahre zu oft White Christmas gespielt.“, scherzte Thielmann im Hinblick auf das Schneegestöber am Sonntag.

Claus Eickhoff bekam zum Abschluss des Abends viel Applaus. Er entließ das Publikum mit einem Ausblick auf das Neujahrskonzert im nächsten Jahr. Dieses wird wieder im Zeichen der Wiener Klassik stehen, mit Werken von Schubert, Mozart, und Beethoven.

Die nächsten Konzerte des Ruhstadt-Orchesters sind:

Neujahrskonzert, 14. Januar 2018, Rohmeisterei

Rathauskonzert, 29. April 2018, Bürgersaal

Schwerte Sinfonie, 8. Juli 2018, Rohrmeisterei

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