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Krimikomödie im Theater am Fluss

Das Theaterstück „Die Mausefalle“ ist wieder zurück im Theater am Fluss. Lesen Sie hier den Erfahrungsbericht von unserem Mitarbeiter Tristan Thietz, der zugleich auch Schauspieler ist.

Ob alles gut gut gehen wird? Werde ich auch an alles denken? Solche Dinge gehen mir durch den Kopf, kurz bevor ich auf der Bühne stehe. Ich mache schon seit ein paar Jahren im Theater am Fluss mit, aber das aktuelle Stück ist in mancher Hinsicht schon was Besonderes. „Die Mausefalle“ heißt es, eine Krimikomödie von Agatha Christie, der berühmten Krimi-Autorin. Zum einen finde ich dieses Stück besonders, weil ich darin meine Lieblingsrolle spiele, eine Figur, die sehr vielseitig und sehr ungewöhnlich ist. Zum anderen, weil unser Ensemble die Mausefalle schon 2016 aufgeführt hat.

Aber dieses Jahr machen wir eine Wiederaufnahme, und am Freitag, dem 19. Januar, ist es so weit: Premiere. Viele Proben hatten wir nicht, immerhin haben wir das Stück schon einige Male gespielt. Aber die letzte Vorstellung liegt schon über ein Jahr zurück. Die Generalprobe lief auch nicht problemlos ab. Ob, wohl alles gut gehen wird? Wir sitzen in der Garderobe, warten auf den Beginn des Stücks, und ich merke, wie dieses nervöse Kribbeln in mir aufsteigt. Die Aufregung setzt ein. Um 19:30 beginnt an diesem Abend die Mausefalle. Ich konzentriere mich, versetzte mich in meine Rolle, dann betrete ich die Bühne. Und beginne zu spielen. Nach und nach entwickelt sich die Geschichte vor den Augen der Zuschauer.

Wir sind acht Darsteller, die gemeinsam die Geschichte zum Leben erwecken. Viel darf über die Handlung nicht verraten werden, darauf besteht der Regisseur der Inszenierung, Alexander Lux. Das Stück muss ja auch für spätere Zuschauer spannend bleiben. Nur so viel sei verraten: Die Handlung findet in einer kleinen Pension statt, die durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist. Und einer der Pensionsgäste ist ein Mörder. Und einige andere Bewohner der Pension sind seine Opfer. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, in dem jeder jeden verdächtigt.

In knapp zwei Stunden führen wir durch die Handlung, und: Es geht alles gut. Nach der Auflösung und dem Schluss des Stück fällt die Aufregung wieder von uns ab. Wieder eine Aufführung erfolgreich abgeschlossen. Bleibt nur noch, den Zuschauern den Eid abzunehmen: Niemand, der das Stück verraten hat, darf irgendwem den Augang verraten. Daran halte ich mich als Schauspieler natürlich auch.

Ergänzt wird der Krimispaß durch ein Rätselspiel, in dem jeder Gast die Chance hat, den Mörder nach der Hälfte der Handlung zu erraten.

  • Weitere Aufführungen: So 21.01 /Fr 26.01 / Sa 27.01 / So 28. Januar 2018 jeweils 19:30 Uhr im Theater am Fluss (Halle 4, Rohrmeisterei)

  • Tickets per E-Mail unter tickets@theateramfluss.de oder in der Ruhrtal-Buchhandlung, Hüsingstraße 20.